Bahnpolitik im Elbe-Weser-Dreieck

Hochkarätige Vorträge und Diskussion am 29.3.2019 in Bremervörde

Die Demonstrationen der Schüler und Schülerinnen der Bewegung „Fridays for Future“ zeigen eindrucksvoll, dass wir als Gesellschaft dringend etwas gegen den Klimawandel unternehmen müssen. Gerade der Verkehrssektor und hier der Straßenverkehr verursachen einen großen Teil der CO2-Emissionen.

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Dieser Satz wird Albert Einstein zugeschrieben. Ob diese Zuschreibung nun richtig ist oder falsch, ändert nichts an seiner Aussage.

Betrachten wir die Bahnpolitik der letzten 15 Jahre, speziell hier im Elbe-Weser-Dreieck, können wir feststellen, dass nach einem schwungvollen Beginn mit der Ertüchtigung der EVB-Strecke (allein 50 Millionen EU-Mittel 2008-2011) und wortreichen Bekundungen der Bedeutung dieser Strecke als Bypass für den Knoten Bremen (Bereisung nach dem Eisenbahnunfall im Bahnhof Bremen 2013) und einem entsprechenden Gutachten (railistics 2015), welches die Bedeutung dieser Strecke für den Güterverkehr heraushebt, ein Stillstand eingetreten ist.

Während der Seehafen Bremerhaven verstärkt in die Eisenbahninfrastruktur investiert, ist das Nadelöhr Hbf Bremen immer noch vorhanden, und der seit 2013 geforderte Bypass über die EVB-Strecke Bremervörde-Rotenburg in die Südtrasse Richtung Hannover dümpelt vor sich hin.

Was läuft schief? Warum bekommen wir nicht mehr Güter auf die Schiene?

Welche Strecken lassen sich reaktivieren, um für die Menschen in der Region bessere Alternativen zum Auto zu bieten?

Wie müssen wir die Schieneninfrastruktur weiter ausbauen?

Wann kommt die Elektrifizierung der Strecke Rotenburg – Bremervörde – Bremerhaven?

Diese und weitere Aspekte sollen in dem Vortrag „Klimawandel und Verkehrswende – Welche Rolle spielt die Schiene im Elbe-Weser-Dreieck?“ betrachtet und mit den TeilnehmerInnen der Veranstaltung diskutiert werden.

Wie wichtig die Thematik für die Seehafenhinterlandanbindung ist, zeigt die hochkarätige Präsenz aus Bremen und Bremerhaven.

Programm

Vorträge am 29.3.2019 – 18.00 Uhr – Bremervörde – Hotel Daub

  • Klimawandel und Verkehrswende: Welche Rolle spielt die Schiene im Elbe-Weser-Dreieck? (Prof. Dr. Höft)
  • Hafenhinterlandanbindung: Ziele und Perspektiven aus Bremer Sicht (Dr. Iven Krämer)
  • Problematik des Eisenbahnknotens Bremen: Perspektiven im Personenverkehr
    (Christoph Lankowsky)
  • Anschließend Diskussion

Referenten und Diskussionsteilnehmer:

  • Prof. Dr. Uwe Höft,Technische Hochschule Brandenburg/University of Applied Sciences, Fachbereich Wirtschaft, B2B-Marketing und Kommunikation; Innovationsmanagement; System Bahn / Schienengüterverkehr / Seehafenhinterlandverkehr
  • Dr. Iven Krämer, Freie Hansestadt Bremen – Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Leiter Referat 31: Hafenwirtschaft und -infrastruktur, Schifffahrt
  • Christoph Lankowsky, Freie Hansestadt Bremen – Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Leiter Referat 52: Schienenverkehr
  • Uwe von Bargen, bremenports GmbH&Co.KG, Direktor Umwelt- und Nachhaltigkeitsangelegenheiten

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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